© Schlitzer Bote
Erschienen am Dienstag, dem 3. Juli 2007
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Abi-Entlassung AvH Herausforderung für Schüler und Lehrer gemeistert - Die diesjährigen Abiturienten sind der erste Jahrgang mit Landesabitur

LAUTERBACH (ks). Der Walzer aus Dimitri Schostakowitschs Jazz Suite Nr. 2, gespielt von einem Ensemble aus dem Schulorchester, bot in seinem ambivalenten Schönklang die passende Eröffnung der Abitur- Entlassungsfeier der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach in der Aula der Sparkasse Oberhessen. Natürlich ist die Überreichung der Abiturzeugnisse ein überaus freudiges Ereignis, zumal in diesem Jahr alle 88 angetretenen Prüflinge ihr Ziel erreicht haben, und das erstmals mit dem sogenannten Landesabitur, also hessenweit einheitlichen Prüfungsaufgaben. Die Reifegeprüften ließen sich denn auch mit Standing Ovations feiern und in die Aula der Sparkasse geleiten. Ein wenig zögerlich gestaltete sich der Aufmarsch dann allerdings, war Ausdruck der Freude einerseits, aber auch des ungewissen Blicks in die Zukunft und des kritischen Blicks zurück.
Alle Achtung und Respekt für Schülerinnen und Schüler, die damit ein hohes Maß an Lebensreife bewiesen. Schulleiter Olaf Noeske hieß Abiturienten und Gäste gleichermaßen willkommen und zeigte in seiner Begrüßung seine Erleichterung über die gemeisterte Herausforderung:
Das neue Landesabitur hatte Schülern und Lehrpersonal wohl in gleichem Maße Mut abverlangt. SV-Vertreter Sven Kremer verstand es dann, seine ehemaligen Mitschüler direkt und unverstellt zu ermutigen: "Ihr konntet die zentrale Schikane meistern, nun warten die großen Probleme auf geniale Lösungen."
Mit einem erhellenden Schuss Ironie ließen Stefanie Molitor und Mario Hanisch die Oberstufenzeit aus der Sicht der Abiturienten Revue passieren, erinnerten an die bestimmenden Themen "Pisa-Studie" und "Zentral-Abitur", lobten und tadelten mit Humor und doch gezielt.
Die Lehrerperspektive zeichnete Dr. Michael Wagner, wobei er sich als Historiker augenzwinkernd militärischer Metaphern bediente. "Die Schlacht ist geschlagen!" - Und was jetzt? Aus seiner Position als Lehrer und Hochschuldozent hinterfragte er pädagogische Reformen im Allgemeinen und das neue Landesabitur im Speziellen, welches, wie er nebenbei erwähnte, "im gesetzestreuen Lauterbach" konsequent umgesetzt worden sei.
Niki Reisers Filmmusik zu "Jenseits der Stille" stellte sodann ein programmatisches Intermezzo dar. Es folgten die Glückwünsche von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller und die Ehrung von Schülerinnen und Schülern, die sich über die schulische Arbeit hinaus verdient gemacht hatten. Bettina Hanitsch, Vorsitzende des Fördervereins der Schule und Schulleiter Olaf Noeske bedankten sich bei Annika Franz für ihre Tätigkeit in der Schulbibliothek sowie bei Martina Kübel und Hosay Safi für ihr Engagement in der Schülervertretung. Musiklehrer Wolfgang Scharrer dankte Sinja Betz, Viktoria Beinrott, Cornelia Hausen, Anna Waldeck, Philipp Fink und Linus Backert für die langjährige Mitgliedschaft im Schulorchester. Claudia Müller, Christian Adelung, Julia Wagner, Philipp Köhler und Mirko Schnegelberger waren langjährige Chormitglieder. Isolde Noeske, Leiterin der Tanz-AG, bedankte sich bei Charlotte Reith und Marieke Winter für die Leitung der Unterstufen-AGs.
Aus den Händen von Schulleiter Olaf Noeske erhielt Viktoria Beinrott den Apollinair-Preis der Robert-Bosch Stiftung für ihre besonderen Leistungen im Fach Französisch. Philipp Fink, Stefan Köhler, Rudolf Scheifele, Mirko Schnegelberger und Alexander Lerch erhielten einen Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für besondere naturwissenschaftliche Leistungen.
Mit der Ausgabe der Zeugnisse durch die jeweiligen Tutoren näherte sich der Abend seinem Höhepunkt. Auszeichnungen für die besten Durchschnittsnoten erhielten Isabell Hausmann (Note 1,2) sowie Mario Hanitsch, Christina Habel und Philipp Fink (Note 1,3).
Nach dem Eröffnungsstück, Schostakowitschs Walzer, der einst Stanley Kubricks "Eyes Wide Shut" als Filmmusik diente und "Jenseits der Stille" war auch der abschließende Musiktitel, "Cherry Pink and the Apple Blossom White" aus einem Film bekannt , nämlich Federico Fellinis "La Dolce Vita" - vielleicht eine Zukunftsperspektive nach bestandenem Abitur?
Die Abiturientinnen und Abiturienten 2007 sind:
Viktoria Beinrott, Magdalena Eiffert, Christina Habl, Isabel Hausmann, Nina Hedrich, Jonas Kaspar, Gwendoline Kohlen, Claudia- Louisa Möller, Rabea Rützel, Stephanie Schmidt, Ann-Kathrin Trapp, Lisa-Maria Tümmler, Alina Maria Czamara, Mario Hanisch, Cornelia Hausen, Vanessa Heinbach, Nicole Henschel, Jasmin Herröder, Julia Hornung, Eva-Maria Klahm, Klaus-Philipp Köhler, Johannes Lenhardt, Annekatrin Lerch, Stefanie Molitor, Anna Ratei, Hosay Safi, Anne-Sophie Schmidt, Mirko Schnegelberger, Frauke Selbmann, Stephanie Sendler, Julia Wahl, Anna Waldeck, Marieke Winter, Svenja Wohnig, Marcel Bayer, Nadja Eifert, Leon Gebel, Dorothee Hanitsch, Katharina Knöll, Martina Kübel, Katharina Möller, Katharina Möller, Florian Pokoj, Charlotte Reith, Jonathan Schlitt, Florian Traud, Christoph Wahl, Daniela Wahl, Xenia Walther, Sinja Betz, Philipp Fink, Kathrin Köhler, Marina Miller, Mariam Omarov, Olga Schäfer, Linus Backert, Christoph Dehn, Monika Deuchert, Anika Franz, Anne Hämmelmann, Daniel Hornivius, Johannes Lang, Alexander Lerch, Laura Lox, Georg Mühling, Meike Nieß, Rudolf Scheifele, Mairen Tomczak, Christian Adelung, Robert Barth, Paul Christen, Niklas Eichenauer, Patrick Frech, Lisa Götz, Patrick Greb, Ramona Greb, Paul Huber, Frank Jöckel, Julian Kimpel, Anne Henrike Knobloch, Antonia Kobs, Stefan Köhler, Robert Peters, Timo Rausch, Christian Schnegelberger, Carolin Schubert, Maike Staubach, Jeanette Wernikowski.

Mitglieder des Schulorchesters mit Leiter Wolfgang Scharrer (hinten links).

Die Abiturientinnen und Abiturienten 2007

Schulleiter Olaf Noeske

Lob und Tadel: die Abiturienten Stefanie Molitor und Mario Hanisch.

Spitzenleistungen: Mario Hanisch, Christina Habl, Philipp Fink, Isabell Hausmann (v. l. n. r.)